Freunde fürs Leben
Dieses Buch erzählt die Geschichte von vier Teenagern, die trotz der schwierigen Verhältnisse, in denen sie aufwachsen, ihren Weg ins Leben finden. Fördernd war dafür nicht zuletzt, die tiefe Freundschaft, die sich zwischen ihnen im Laufe eines
gemeinsam verbrachten Sommers entwickelt hat. Durch diese Freundschaft bildete sich ein Gegengewicht zu den häuslichen Gegebenheiten, das ihnen beim Überleben half. Die Stimmungen der gemeinsam verbrachten Stunden auf dem verlassenen Pier ihrer Kleinstadt wurde von einem der vier in einem Gemälde festgehalten. Seine Freunde halfen dem Maler des Bildes, dass das Gemälde bekannt wurde und so den Grundstein für seine künstlerische Karriere bildete. 25 Jahre später wird die 18-jährige Louisa von einer Postkarte dieses – inzwischen berühmten – Bildes zutiefst berührt. Sie macht sich auf den Weg, das Bild im Original zu sehen, und findet auch den inzwischen berühmten Künstler, der kurz darauf stirbt. Zusammen mit einem der Freunde bringt sie seine Asche zurück in seinen Heimatort. Auf dieser Reise öffnen sich für Louisa neue Perspektiven und Lebensziele. – Der Autor hat ein feines Gespür für menschliche Beziehungen und seine Charaktere stellt er einfühlsam und eindrucksvoll dar. Traurigkeit und Humor liegen in der Erzählweise des Autors ganz dicht beieinander und berühren den Leser. Die Kunst wird zu einer kleinen Pause von der menschlichen Verzweiflung. Durch die Zuversicht, die die ganze Geschichte nicht verlässt, hat das Buch – wider Erwarten – so etwas wie ein happy end. Sehr zu empfehlen für Leser mit Interesse an menschlichen Entwicklungsgeschichten.
Heike Scherer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Freunde fürs Leben
Fredrik Backman ; aus dem amerikanischen Englisch von Rainer Schmidt
Goldmann (2026)
538 Seiten
fest geb.