Die Farbe meines Blutes

Die Hebamme Maw Maw hat ihre Enkelin Grace schon früh mit magischen Heilkünsten vertraut gemacht. Tochter Bassey dagegen lehnt die Methoden ihrer Mutter ab und hofft auf ein besseres Leben durch Heirat. Aber Bassey kommt ums Leben, Maw Maw landet Die Farbe meines Blutes im Gefängnis, und Grace muss fliehen. Sie findet Unterschlupf bei einer Großtante in Brooklyn, arbeitet für sie und wird unverheiratet schwanger. Ihr kleines Kind, Rae, wird von Lolo und Tommy adoptiert. Rae heiratet später, bekommt eine kleine Tochter und wird beruflich erfolgreich. Dennoch muss auch sie sich freikämpfen. - Das Buch erzählt vom Leben dreier afroamerikanischer Frauen in der Zeit von 1959 bis 2004 und ihren Bemühungen, ihren Platz in Partnerschaft und Gesellschaft zu finden. Es gibt Einblicke in einen brutal und unverhohlen praktizierten Rassismus im Süden der USA, in den versteckten, indirekten Rassismus in New York und in das, was es für das Leben der Protagonistinnen bedeutet. Die Erwartung, die der Klappentext mit Blick auf die Auseinandersetzung Raes mit ihren beiden Müttern weckt, bleibt leider unerfüllt. Auch der Wunsch der Leserin, dass es weitergehen möge, lässt das Buch am Ende offen.

Christiane Raeder

Christiane Raeder

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Farbe meines Blutes

Die Farbe meines Blutes

Denene Millner ; aus dem amerikanischen Englisch von Henriette Zeltner
Goldmann (2023)

653 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 614793
ISBN 978-3-442-31641-0
9783442316410
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.