Das überreizte Kind
Für den Autor gibt es keine "schwierigen Kinder", sondern nur Kinder, deren Stressniveau so hoch ist, dass sie es mit ihren verfügbaren Energiereserven nicht bewältigen können. Vom Baby bis zum Teenager identifiziert er Stressfaktoren in den fünf
Kategorien biologisch, emotional, kognitiv, sozial und prosozial, die er mit seiner Methode der Selbstregulierung zu verringern bzw. abzubauen versucht. Um hier Erfolg zu haben, müssen Eltern die Signale der Kinder lesen, die Stressfaktoren erkennen und sie reduzieren können und schließlich dem Kind helfen, Selbstregulierungsstrategien zu entwickeln. Ausführlich beschreibt der Autor seine Methode und mit Beispielen seine Erfolge, die aber auch deutlich machen, dass ohne professionelle Hilfe Veränderungen in schwierigen Fällen kaum zu erreichen sind. Das Buch kann zwar zum Perspektivenwechsel anregen, kann mit den Tipps und Impulsen zur Selbstregulierung des elterlichen Verhaltens beitragen, ist aber als therapeutisches Hilfsmittel zur Konfliktlösung für Eltern nur bedingt praxistauglich. Für größere Büchereien.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das überreizte Kind
Stuart Shanker
Mosaik (2016)
383 S.
fest geb.