Die fernen Tage
Nachdem Lucy Payne 1922 im Alter von 11 Jahren eine Typhus-Epidemie überlebt, schickt ihr Vater sie mit einer Gouvernante nach Ägypten auf Erholungsreise. Dort lernt Lucy ihre später beste Freundin Frances, die Tochter des Archäologen Herbert Winlok
kennen. Mit ihr erlebt Lucy die Ausgrabungen in Luxor, allen voran des Grabes Tutanchamuns hautnah mit. Sie lernt nicht nur bedeutende Archäologen kennen, sondern erfährt auch von Geheimnissen rund um das Grab. Anlässlich des Besuchs eines Journalisten 2002 auf Lucys Landsitz lässt Beauman ihre 80-jährige Protagonistin ihre Erinnerungen an Luxor in der Ich-Form Revue passieren. Die kindliche und erwachsene Protagonistin ist ebenso realistisch gezeichnet wie die z. T. historischen Figuren. Die der jeweiligen Epoche angepasste Sprache und der verantwortungsvolle Umgang der Autorin mit dem historischen Material zeichnen diesen Roman aus. Im Anhang finden sich Informationen zu den historischen Figuren, eine reichhaltige Bibliographie zum Thema und ein Zitatnachweis. (Übers.: Claudia Franz)
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Die fernen Tage
Sally Beauman
Goldmann (2014)
701 S.
kt.