Das Leben ist kein Strandurlaub
Sasha hat einen Burnout. Nachdem ihr alles zu viel wird, zieht sie sich in ein Hotel an der Küste zurück, das sie aus ihrer Kindheit kennt. Schade nur, dass Finn, auch mit Burnout, die gleiche Idee hatte und das Hotel so ganz anders ist als sie es
in Erinnerung hat. Sasha ist müde und antriebslos und will doch nur ihre Ruhe haben. Eine App verrät ihr, dass sie mit 20 Schritten wieder in ihr Leben zurückfinden kann. Soweit ihr Plan. Stattdessen läuft ihr der unsympathische Finn ständig über den Weg und sie gerät in eine peinliche Situation nach der anderen. Das ändert sich erst, als sie entdecken, dass sie beide als Kinder hier ihre Ferien verbracht haben, das Surfen lernten und Zeugen bei einem beinahe tödlichen Unfall waren. Die leichte und witzige Lektüre bringt das ernste Thema eines Burnouts locker nahe. Es wird eindrücklich geschildert, wie antriebslos und müde Sasha ist. Selbst die vielgepriesene App kann sie nicht motivieren. Erst als sie sich mit den Ereignissen der Vergangenheit auseinandersetzt und auch wieder bereit ist, jemand anderen in ihr Leben zu lassen, findet sie zu sich selbst. Gerne empfohlen.
Angela Hagen
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Leben ist kein Strandurlaub
Sophie Kinsella ; aus dem Englischen von Jörn Ingwersen
Goldmann (2024)
493 Seiten
kt.