Der verborgene Zauber des ganz normalen Lebens
Edenfield ist eine kleine Ortschaft in der englischen Grafschaft Sussex. Die hier lebenden Menschen sind eine zusammengewürfelte Gemeinschaft aus Alteingesessenen und Zugezogenen. Manche haben sich das ländliche Leben gezielt ausgesucht, wie Laura
und Henry mit ihrer kleinen Familie, für andere, wie den Pastor Miles, hat es sich einfach so ergeben. Der Roman begleitet etwa zwei Dutzend Menschen verschiedenen Alters über einen Zeitraum von sechs Tagen. Einige Personen stehen dabei mehr im Mittelpunkt, andere sind eher Randfiguren, sie begegnen einander intensiv oder flüchtig, ihre Leben sind eng oder lose miteinander verknüpft. Entstanden ist ein Kaleidoskop großer und kleiner Ereignisse, alltäglicher und außergewöhnlicher Begegnungen. Die Beschreibung der Personen und ihrer Handlungen ist überzeugend und fesselnd und manchmal erstaunlich tiefsinnig. Die Vielschichtigkeit menschlichen Lebens wird von diesem sehr Roman überzeugend eingefangen. Überall empfohlen. (Übers.: Marcus Ingendaay)
Ulrike Braeckevelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Der verborgene Zauber des ganz normalen Lebens
William Nicholson
Manhattan (2011)
478 S.
fest geb.
Auszeichnung: Roman des Monats