Der Sommer, als der Regen ausblieb

Seit ihre Kinder aus dem Haus sind, hat es sich Gretta zur Gewohnheit gemacht, ihren Mann Robert in ihrem Zuhause in London mit Belanglosigkeiten zuzutexten - bis Robert verschwindet. Verzweifelt ruft Gretta ihre Kinder an, doch nur Michael Francis Der Sommer, als der Regen ausblieb hakt bei dem vielen Gerede der Mutter genügend nach, um zu erfahren, was passiert ist. Er ist es auch, der seine Schwestern Monica, die unglücklich mit ihrem Mann auf dem Lande lebt, und Aoife, die in New York mehr schlecht als recht ihr Glück versucht, über den Ernst der Lage informiert. Die Geschwister finden sich schließlich alle zu Hause ein, um gemeinsam nach dem Vater zu suchen. Alte Streitigkeiten brechen ebenso auf wie Familiengeheimnisse ungewollt entlarvt werden. - O'Farrell versteht es, zwischen Dialog, innerem Monolog und personalem Erzählen wechselnd, einfühlsam die individuellen Denk- und Handlungsweisen ihrer realistisch gezeichneten Figuren und deren Probleme zu zeichnen. Ein gelungener Roman, dem allerdings weder Cover noch deutscher Titel gerecht werden. Lesenswert! (Übers.: Marcus Ingendaay)

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Sommer, als der Regen ausblieb

Der Sommer, als der Regen ausblieb

Maggie O'Farrell
Manhattan (2013)

348 S.
fest geb.

MedienNr.: 389049
ISBN 978-3-442-54731-9
9783442547319
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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