Forellenquintett

In mehreren Erzählsträngen werden zunächst scheinbar unzusammenhängende Verbrechen aufgrollt. Ritzel spannt damit einen weiten Bogen von Krakau über Berlin zum Bodensee. Es beginnt alles mit einem jungen Musiker, der in irgendeiner Weise in den Forellenquintett Mord einer Frau verwickelt ist, denn er versucht verzweifelt, in Krakau einen abgetrennten Frauenkopf loszuwerden. Nach seiner Flucht nach Berlin verliert er bei einem Überfall sein Gedächtnis. Ein Ehepaar glaubt in ihm seinen vor vielen Jahren verschollenen Sohn zu erkennen und so landet er schließlich am Bodensee, wo düstere Gestalten aus der rechten Szene die beschauliche Ruhe stören. In die Ermittlungen ist wie im vorhergehenden Krimi Ritzels die Ulmer Kommissarin Wegenast involviert, die den Mord an einer Freundin aufklären will. - Geschickt mit der Sprache jonglierend und einem Gespür für Charaktere und Wortwitz hält der Autor die losen Erzählfäden in der Hand und führt sie erst ganz am Ende zu einem verblüffenden Schluss zusammen. Sehr empfehlenswert.

Christiane Kühr

Christiane Kühr

rezensiert für den Borromäusverein.

Forellenquintett

Forellenquintett

Ulrich Ritzel
btb (2009)

btb ; 73837
383 S.
kt.

MedienNr.: 561179
ISBN 978-3-442-73837-3
9783442738373
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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