Sommerherzen
Caroline kommt nach 13 Jahren auf Drängen ihrer Mutter erstmals wieder nach Hause, um sich nach einem körperlichen Zusammenbruch zu erholen. Seit damals ihr geliebter Bruder Jude starb, ist das Verhältnis zu ihrer Mutter gestört. Zu verschieden
ist ihre Art zu trauern, und tiefgreifende Missverständnisse entfremdeten sie voneinander. In Hart's Valley, dem Paradies ihrer Kindheit, hat sich vieles verändert, aber die Vergangenheit und die Erinnerung an Jude begegnet ihr dennoch auf Schritt und Tritt. Caroline wehrt sich dagegen, letztendlich aber ist die Konfrontation heilsam für ihre verletzte Seele. - Die Autorin baut ihre Geschichte geschickt auf, indem sie die dramatischen Geschehnisse der Vergangenheit nur andeutet und erst nach und nach enthüllt. Leider überzeugt der Roman aber sprachlich in vielen Teilen nicht. Auch wenn es nur um kleine widersprüchliche Formulierungen geht, um banale Beschreibungen, um die immer gleichen Muster in der Beschreibung der Personen und Situationen, so wirken diese Mängel auf die Dauer doch störend. Schade, die Geschichte an sich ist schon fesselnd, transportiert grundlegende Wahrheiten und bietet neben dem Drama um den Bruder und neben dem Mutter-Tochter-Konflikt auch eine romantische Liebesgeschichte. Darum als einfache Unterhaltungslektüre in vielen Büchereien dennoch möglich. (Übers.: Ursula C. Sturm)
Ulrike Braeckevelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Sommerherzen
Karen White
btb (2011)
btb ; 74253
381 S.
kt.