Der Schlittenmacher
Nachdem seine Eltern gleichzeitig an verschiedenen Orten Selbstmord begangen hatten, zog Wyatt zu seinem Onkel, um Schlittenmacher zu werden. Dort verliebte er sich in seine adoptierte Cousine Tilda. Doch Tilda - die professionelle Klagefrau wird -
heiratet den Deutschen Hans Mohring. Als ein deutsches U-Boot die Fähre versenkt, auf der sich Wyatts Tante befand, erschlägt sein Onkel Hans Mohring. Wyatt hilft ihm, die Leiche im Meer zu versenken und muss dafür ins Gefängnis. Wieder entlassen kommt es zu einer Liebesnacht mit Tilda, bei der sie eine Tochter, Marlais, zeugen. Doch Tilda geht nach Kriegsende nach Dänemark, zu Mohrings Familie. - Howard Romans Buch ist im Rückblick geschrieben, Wyatt erzählt im Brief die Geschichte seiner Tochter. Es ist durchzogen von einem seltsamen, makabren Humor. Die Wortlosigkeit angesichts des Krieges, seine Auswirkungen auf eine Familie und Wyatts Ohnmacht wirken beklemmend. Durchaus empfehlenswert. (Übers.: Norbert Jakober)
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Schlittenmacher
Howard Norman
btb (2011)
btb ; 74332
286 S.
kt.