Die Beisetzung
Kim Karlsen wacht eines Morgens in einem Hotelzimmer auf, nackt und - viel schlimmer noch - ohne Erinnerungen. Anhand eines Taschenkalenders macht er sich auf die Suche nach sich selbst. Dabei begegnet er allerlei bemerkenswerten Gestalten. - "Was
haben ein Walross, eine Wahrsagerin und ein toter, nackter Unbekannter miteinander zu tun?" Genauso skurril wie dieser erste Satz des Klappentextes ist das gesamte Buch. Der Titel (und zwar nicht nur der!) ist irreführend, denn das Ganze steuert nicht auf ein tragisches Ende zu. Trotzdem passt der Titel zum Buch, denn hier ist nichts so, wie es scheint. Virtuos führt der Autor den Leser an der Nase herum, wechselt scheinbar spielend von einem Schreibstil in den nächsten. Wenn man sich darauf einlässt, erwarten einen einige unterhaltsame Stunden mit anregender Lektüre - sehr empfehlenswert! (Übers.: Christel Hildebrandt)
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Beisetzung
Lars Saabye Christensen
btb (2015)
btb ; 74919
443 S.
kt.