Meeresleuchten
Aus Liebeskummer hat die Meeresbiologin Vivienne einen Sommerjob in einer Forschungsstation an der Küste Neufundlands angenommen. Ihre Chefin Colleen ist anstrengend, die Arbeit schwer. Als Vivienne ein ungewöhnliches Fischwesen einer unbekannten
Art fängt, spürt sie eine besondere Verbindung zu dem verletzten Tier. Die ehrgeizige Colleen will sich mit dem Sensationsfang profilieren und holt den skrupellosen Professor Isaiah in die Station, der das Tier in die Universität holen und erforschen will. Die sensible Vivienne leidet mit dem gequälten Tier und will unbedingt verhindern, dass ihm weitere Schmerzen zugefügt werden oder es sogar für die Wissenschaft getötet wird. Obwohl sie von Colleen und dem Professor schwer unter Druck gesetzt wird, findet sie den Mut zum Handeln. Mit Hilfe ihrer Freunde Tama und Thomas rettet sie die Kreatur und entlässt sie wieder ins Meer. – Der poetische Debütroman über Selbstfindung und die Liebe zur Natur ist anrührend und besticht durch gute Charakterzeichnungen. Gerne empfohlen.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Meeresleuchten
Melissa Barbeau ; aus dem kanadischen Englisch von Ute Brammerz
btb (2023)
265 Seiten
kt.