Das perfekte Grau
In einem Hotel in einem heruntergekommenen Seebad erledigt Dante kleine Arbeiten und wartet darauf, dass das nächste Inferno kommt und ihn dazu bringt weiterzuziehen. Schon lange arbeitet hier auch Mimi mit ihrem Silberblick, die oft am Hafen sitzt
und Austern isst. Neu dazu kommt Rofu, ein Flüchtling, und Novelle, die so zerrissen wirkt. Alle vier sind auf ihre Art wurzellos, sie scheinen vor etwas zu fliehen oder auf etwas zu warten, begleitet von einer stillen Sehnsucht. Als sich die Situation zuspitzt, machen sie sich gemeinsam auf den Weg. – Sehr eindringlich erzählt Jamal Salih diese Geschichte, die tief schaut, oft erschreckend ist, aber auch voller Einsicht und Liebe. Eine besondere Entdeckung! Das Buch stand 2021 auf die Hotlist der unabhängigen Verlage. Schön, dass es jetzt in Taschenbuch-Ausgabe vorliegt. Absolut empfehlenswert!
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Das perfekte Grau
Salih Jamal
btb (2024)
237 Seiten
kt.