Das Evangelium der neuen Welt

Die preisgekrönte Autorin Maryse Condé erweist sich auch in ihrem neuen Roman als die große Stimme der Karibik. Im Mittelpunkt steht das Findelkind Pascal, das in dem Glauben aufwächst, etwas Besonderes zu sein – ein neuer Messias vielleicht? Das Evangelium der neuen Welt Erst spät lernt Pascal seine leibliche Mutter kennen und begibt sich auf die Suche nach seinem Vater. Dieser, ein wohlhabender Brasilianer, wird als die Inkarnation einer Macht gesehen, die die Fehler, die in der Welt begangen worden waren, wieder rückgängig machen würde. Er ist als Wohltäter bekannt, der sich für Harmonie, Toleranz und das Schicksal der Bedürftigen einsetzt. Pascal sieht seine Aufgabe in der Weiterführung dieses Lebenswerks und versucht herauszufinden, was von ihm erwartet wird. Statt jedoch zielstrebig vorzugehen, lässt er sich treiben. Er bereist gemeinsam mit dem Wegbegleiter Espiritu die halbe Welt, unterrichtet zeitweise, gründet eine Stiftung und versucht sich als Autor. "Das Evangelium der neuen Welt" ist ein episch breit angelegter, mit karibischer Lebensfreude meisterhaft erzählter Roman, der für alle Bestände gern empfohlen wird.

Gertrud Plennert

Gertrud Plennert

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Evangelium der neuen Welt

Das Evangelium der neuen Welt

Maryse Condé ; aus dem Französischen von Bettina Bach
btb (2023)

311 Seiten
kt.

MedienNr.: 616049
ISBN 978-3-442-77366-4
9783442773664
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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