Der Raub des Bücherschatzes
Heidelberg 1622: Die 14-jährige Jakobe und ihre Freundin Anna haben ihre Familien verloren, wurden vergewaltigt und ringen in der Stadt, die von der Katholischen Liga zerstört wurde, ums Überleben. Der päpstliche Gesandte Leone Allacci will die
berühmte Bibliotheca Palatina in den Vatikan schaffen und stiehlt auch andere wertvolle Bücher. Die Mädchen beschließen, als Jungen verkleidet mit nach Italien zu ziehen, leben aber in ständiger Angst, enttarnt zu werden. Auch andere Mitreisende müssen um ihr Leben fürchten, denn Juden, Ketzer und angebliche Hexen werden von der katholischen Kirche verfolgt. Trotz aller Bedrohungen finden Jakobe und Anna Unterstützung und sogar die Liebe. - Die Gräuel des Krieges werden nicht ausgespart, doch Liebe und Freundschaft machen Jakobe und Anna stark für eine neue Zukunft. - Eine lesenswerte Mischung fiktiver und historisch belegter Ereignisse und Personen, gern empfohlen.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Raub des Bücherschatzes
Katja Behrens
Hanser (2012)
234 S. : Kt.
fest geb.