Gargantis

Unheimlich ist er schon, der Kapuzenmann, der im Fundbüro des 12-jährigen Herbies ein geheimnisvolles Schneckenhaus zur Aufbewahrung hinterlässt. Das Schneckenhaus entwickelt ein gefährliches Eigenleben und flieht. Noch unheimlicher wird die Geschichte, Gargantis als eine geheimnisvolle Flasche auftaucht, die Herbie ebenfalls zur Aufbewahrung erhält. Die Schriftzeichen geben Herbie und seiner Freundin Viola Rätsel auf, der Inhalt der Flasche entpuppt sich als Elektro-Elfe und der Kapuzenmann als abgrundtief böse. Er will nämlich Gargantis umbringen, der mit seinem Körper den Ort vor dem Untergang im Meer bewahrt. Der besondere Charme des Buches liegt in den geheimnisvollen Wesen, die auftauchen und mal bedrohlich, mal hilfreich für Spannung sorgen. Auch die skurrilen Einwohner des Ortes bescheren immer wieder neues Lesevergnügen, wie schon im ersten Band „Malamander“ (BP/mp 20/879). Auch ohne diesen ist die Geschichte eigenständig lesbar, für Fans des ersten Abenteuers eine dringende Empfehlung, für Kinder mit Vorliebe für fantastische Abenteuer auch. Vorsicht, sehr junge, empfindsame Kinder könnten von dem Gruselfaktor überfordert werden. Ein weiterer Band soll folgen, in dem vermutlich das Rätsel um Herbies Herkunft gelöst wird.

Lotte Schüler

Lotte Schüler

rezensiert für den Borromäusverein.

Gargantis

Gargantis

Thomas Taylor ; aus dem Englischen von Claudia Max
Carl Hanser Verlag (2021)

Die Geheimnisse von Eerie-on-Sea ; [2]
327 Seiten : Illustrationen, Karten
fest geb.

MedienNr.: 606531
ISBN 978-3-446-27125-8
9783446271258
ca. 17,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 10
Systematik: K
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