Happy hour
Isa und ihre Freundin Gala, Anfang zwanzig, sind aus London nach New York gekommen, um Spaß zu haben und das Partyleben zu genießen. Sie halten sich mit Gelegenheitsjobs und Gefälligkeiten von Bekannten über Wasser, leben von Tag zu Tag, bzw. von
Nacht zu Nacht, ohne Geld, Plan und Perspektive. Die Freundschaft der beiden jungen Frauen gerät ins Wanken, engere Beziehungen zu anderen Menschen entwickeln sich nicht. Am Ende des Sommers ist das einzig Bemerkenswerte an Isa, dass sie auf einem Gemälde ihrer Bekannten Anabel verewigt wurde. – Der locker geschriebene Roman wirkt oberflächlich, Gesellschaftskritik findet sich nur in Ansätzen, ebenso wie eine Entwicklung der nicht sehr sympathisch gezeichneten Hauptpersonen. Die Anschaffung für ein junges Publikum ist Ermessenssache.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Happy hour
Marlowe Granados ; aus dem Englischen von Stefanie Ochel
Hanser (2024)
301 Seiten
fest geb.