100 Köpfe der Demokratie
Der Herausgeber Jan Ruhkopf hat einhundert Persönlichkeiten zusammengetragen, die für eine demokratische Entwicklung in Deutschland eingetreten sind. Ein kurzer Abriss ihrer Lebenswege und ihres Wirkens wird vorgestellt, kombiniert mit Zeichnungen
aus der 'Feder' des Graphic Novel-Künstlers Simon Schwarz. Der Reigen beginnt mit den Bürgerrechtlern der ehemaligen DDR und reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert. Darunter sind bekannte Namen wie die Philosophin Hannah Arendt oder der erste deutsche Reichspräsident Ebert. Aber auch unbekannte Akteure werden vorgestellt wie etwa Arno Esch, ein Student aus Rostock, der 1951 mit 23 Jahren in Moskau hingerichtet wurde, da er sich für eine demokratische Entwicklung in der DDR eingesetzt hatte. Die Auswahl wirkt etwas willkürlich, ein bunter Strauß, farbig und vielfältig. Weniger Personen und dafür mehr Informationen zu den einzelnen historischen Persönlichkeiten hätte womöglich ein stabileres Fundament abgegeben. Als Einstieg in die Thematik ist das Buch allerdings zu empfehlen. Ein Zeitstrahl, der die Fülle an Namen chronologisch ordnet, sowie ein Glossar am Ende des Buches helfen dabei, sich einen Überblick zu verschaffen.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
100 Köpfe der Demokratie
herausgegeben von Jan Ruhkopf ; illustriert von Simon Schwartz
Hanser (2025)
223 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
fest geb.