Inside Big Data
Mit durchdachten Einträgen, aber auch mehr oder weniger unbewusst durch "Gefällt mir"-Klicks oder mit dem Verfolgen angebotener Links hinterlässt jede/r bei der Nutzung des Internets Spuren - und zwar mitunter sehr interessante, auswertbare Spuren.
Geradezu mustergültig erläutert der Autor das anhand der anonymisierten Datenmassen "seiner" Firmendatenbank, welche die Grundlage eines US-amerikanischen Dating-Portals bildet. Gerade hier ist natürlich die Diskrepanz besonders groß zwischen dem, was Nutzer/innen in ihren selbst erstellten Profilen über sich aussagen und dem, was sie dann mit der Auswahl möglicher Partner/innen tatsächlich preisgeben. Die auswertbaren Fakten reichen von den Einflüssen der politischen Meinung bis hin zum Tabuthema Alltagsrassismus. - Insgesamt bietet der Titel sehr tiefe Einsichten, allerdings ist das Ganze doch sehr statistiklastig und daher zeitweise etwas ermüdend zu lesen. Darum ist das Buch wohl eher für große Te-Bestände mit an Statistik, Big Data und Internetwissen interessierter Leserschaft geeignet.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Inside Big Data
Christian Rudder
Hanser (2016)
304 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
fest geb.