Ein Jahr in Kopenhagen
Die dänische Metropole Kopenhagen ist keine übermäßig große Hauptstadt; doch sie hat für den Reisenden eine Fülle zu bieten. Um vieles vielfältiger und deshalb für den Wahl-Kopenhagener erst mal auch mit allerhand Klippen und Aha-Effekten
versehen ist das dortige Alltagsleben. Diese Erfahrung machte die Autorin, die der Liebe und der Neugier wegen nach Kopenhagen zog. Da ist vieles anders als bei uns. Schon bei der Wohnungssuche merkt sie: Dies ist eine der teuersten Städte der Welt. Doch dann macht sie sich daran, die Lebensart der Kopenhagener und die Besonderheiten der Stadt kennenzulernen: Sie bezwingt den Fahrradhighway, erfährt, was einem als schwangerer Frau dort widerfährt, macht Bekanntschaft mit den Nahrungsvorlieben der Kopenhagener und vieles mehr. Hofmann schreibt in einem so erfrischenden, humor-, aber auch liebevollen Stil, dass die Lektüre dieses literarischen Reisebuches sowohl für Kopenhagenkenner und -liebhaber, aber auch für alle, die es (noch) nicht sind, zum puren Pläsier wird.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ein Jahr in Kopenhagen
Marlene Hofmann
Herder (2015)
Reise in den Alltag
189 S.
fest geb.