Der "Fall" Tebartz-van Elst
Auch ohne den umfangreichen Bericht der Prüfungskommission der Deutschen Bischofkonferenz, der in Auszügen Erwähnung findet, bieten die Aufsätze genug Stoff für eine kritische Analyse der Vorgänge um Bischof Tebartz-van Elst. Aus unterschiedlichen
Blickwinkeln beleuchten die Autoren die Berichterstattung in den Medien und die Auswirkungen auf die Kirche, die Persönlichkeit des Bischofs und die pastorale Situation im Bistum Limburg sowie vermögens- und haftungsrechtliche Überlegungen zur Causa Tebartz-van Elst. Darüber hinaus weiten sie den Blick auf den Anspruch und die Wirklichkeit des Bischofsamtes, auf die Bedeutung des Vertrauensverlustes, auf das kirchliche Arbeitsrecht und die Personalführung in den katholischen Bistümern. Diese kritische Aufarbeitung des Falles mit dem Blick auf zukünftig notwendige Änderungen im kirchlichen Bereich ist ein wichtiger Beitrag, der vor allem auch Amtsträger zum Nachdenken anregen sollte.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der "Fall" Tebartz-van Elst
Hg. von Joachim Valentin
Herder [u.a.] (2014)
206 S.
kt.