Die Wunden der Schöpfung heilen
Rücksichtslose Abholzung der Tropenwälder auf Kosten der Bevölkerung vor Ort in den Entwicklungsländern - dieser ökologische und gesellschaftliche Missstand in ihrer Heimat wurde für Wangari Maathai, die Autorin des Buches und erste Friedensnobelpreisträgerin
aus Afrika, zur Triebfeder ihres Handelns. Als Gründerin des sog. Green Belt Movement versucht sie, den Menschen durch ökologisches Bewusstsein und Handeln, wie das Pflanzen von Bäumen, zu helfen. Liebe zur Umwelt, Dankbarkeit, Selbstverbesserung und das ehrenamtliche Engagement sind die Grundelemente der Bewegung. In insgesamt elf Kapiteln erklärt und untersucht sie gut verständlich die Relevanz dieser Werte für das alltägliche Handeln. Geschmückt mit einprägsamen und passenden Beispielen traditioneller Handlungen und aktueller Zerstörungen beschreibt sie ihre Ideen, um im Einklang mit der natürlichen Umwelt leben zu können. Anhand vieler Bibelzitate beweist sie, dass diese Wertvorstellungen schon früh existierten. Mit ihrer Leidenschaft ruft sie dazu auf, es ihr gleichzutun: die Wunden der Schöpfung - und durch dieses (Lebens-)Ziel und die sinnvolle Tätigkeit auch sich selbst - zu heilen. Sehr empfehlenswert!
Susanne Elsner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Wunden der Schöpfung heilen
Wangari Maathai
Herder (2012)
240 S.
fest geb.