Was mir guttut, wenn's mir schlecht geht
Wanda Dammann entwickelte eine Sammlung einfacher Anleitungen zur Selbsthilfe in Lebenskrisen und stellt diese nun ihren Lesern zur Verfügung. Roter Faden in ihrem Buch ist die Idee, sich selbst durch kleine, ganz konkrete Handlungen in schweren Zeiten
etwas Gutes zu tun und Entlastung zu spüren. Hilfe kommt in ganz unterschiedlicher Art und Weise zustande: Entspannung kann zum Beispiel ein wohltuender Duft aus der Aromalampe bringen; Ruhe gibt ein Tag der Auszeit von äußeren Einflüssen ("Wüstentag"); in dunklen Momenten bringt der "Erinnerungsbrief", der in guten Zeiten geschrieben wurde, Zuversicht zurück. Immer sind es kleine und unkomplizierte Maßnahmen, die der Betroffene gut selbst ergreifen kann, die helfen. Doch Selbsthilfe hat ihre Grenzen und so findet sich am Ende des Buches ausführlicher Rat, wo Unterstützung zu suchen und zu finden ist, wenn Hilfe von außen hinzugezogen werden muss. - Die Autorin arbeitet als Sonderschullehrerin für Körperbehinderte und weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, eine Lebenskrise durchzustehen. In dieser Zeit wünschte sie sich sehnlichst eine Apotheke für die Seele, die sie dann schließlich selbst zusammenstellte. Ein Ratgeber, der sich ganz der Anleitung zur Selbsthilfe verschrieben hat und gut ab kleinen Beständen einzusetzen ist.
Heike Schocke
rezensiert für den Borromäusverein.
Was mir guttut, wenn's mir schlecht geht
Wanda Dammann
Kreuz (2012)
178 S.
kt.