Bis zum letzten Tropfen
Die ländlichen USA nach einer (fiktiven) Choleraepidemie, die die gesamte Zivilisation zum Zusammenbruch geführt hat: Die sechzehnjährige Lynn lebt allein mit ihrer Mutter auf einer einsamen Farm. Und beide haben Glück, denn sie haben eine saubere
Wasserquelle, einen Teich hinter dem Haus, der ihr Überleben garantiert. Natürlich versuchen sie, diesen von allen gesuchten Lebensspender geheim zu halten. Doch eines Tages finden sie Fußspuren am Ufer des Sees, und ein mysteriöser Fremder taucht auf. Als dann Lynns Mutter von umherstreifenden Kojoten angefallen und schwer verletzt wird, ist Lynn gefordert: Ganz auf sich gestellt muss sie den Kampf uns Überleben führen und Hilfe holen. - Der apokalyptische Roman ist sehr authentisch geschrieben - kein Wunder, denn die Autorin beschäftigt sich neben dem Schreiben mit dem Überleben in der Wildnis. Vielleicht wirkt ihr Roman deshalb ebenso spannend wie beklemmend. Und er bringt letzten Endes auch zum Nachdenken: über die Kostbarkeit unserer natürlichen Ressourcen. Auch für jugendliche Leser/innen ab etwa 16 Jahren zu empfehlen. (Übers.: Stefanie Zeller)
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Bis zum letzten Tropfen
Mindy McGinnis
Heyne (2014)
318 S.
fest geb.