Mit dem Herz in der Hand
Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und Mut: Das sind die Kriterien, mit denen Mols Mutter, eine Ingenieurin und Mitstreiterin der Solidarnosc-Bewegung in Polen, die Flucht mit der 7-jährigen Tochter Katarzyna gelingt. Geprägt von den gemeinsamen Erfahrungen
und durch das Vorbild der erfolgreichen Mutter, die sich vom Putzjob bis hin zur Leiterin eines medizinischen Labors hocharbeitet, ist Katarzyna bis ins Erwachsenenalter darauf bedacht, den Erwartungen der Mutter an sie zu entsprechen. Erst nach Abschluss ihres Jurastudiums mit anschließender Promotion findet Mol ihren selbstbestimmten Weg, als sie zunächst bei Gruner & Jahr, später als selbstständige Verlegerin, das Frauenmagazin "Emotion" herausgibt. Mol erzählt nicht nur von ihrer beruflichen Karriere, sondern auch von ihrer Flucht aus Polen, ihrer Entwurzelung und nicht zuletzt von ihrem nicht immer einfachen Leben in Deutschland.
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Mit dem Herz in der Hand
Katarzyna Mol
Ludwig (2012)
319 S.
fest geb.