Das Echo der Lüge
Nachdem Tonys Mann Pascal bei einem Tauchgang unweit von Rio de Janeiro verschollen ist, weigert sie sich, ihn für tot zu halten, obwohl tage- und wochenlang vergeblich nach ihm gesucht wurde. Ihre Trauer ist so groß, dass sie den Verlust einfach
nicht realisieren kann, solange seine Leiche nicht gefunden ist. Sie fährt in die Schweiz, um seine Familie kennen zu lernen, die er ihr nie vorgestellt hat. Dort behandelt man sie mit Eiseskälte. Nach einiger Zeit gibt es tatsächlich Hinweise darauf, dass Pascal noch leben könnte und in sehr schmutzige Geldgeschäfte verwickelt war. Offensichtlich hat er Tony in vielen Dingen nicht die Wahrheit gesagt. Ein groteskes Verwirrspiel beginnt für Tony und den Leser.- Überall einsetzbarer Roman, der manches Spannungselement enthält, in Details allerdings etwas plakativ und gekünstelt wirkt und aus der Masse nicht heraussticht.
Ulrike Braeckevelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Echo der Lüge
Sophie Miller
Diana-Verl. (2012)
351 S.
kt.