Der Astronaut
Ryland Grace wacht ohne jede Erinnerung in einer ihm unbekannten Umgebung auf und findet schnell heraus, dass er der einzige Überlebende einer verzweifelten Mission ist, die Erde vor dem sicheren Untergang zu retten. Eine größere Aufgabe könnte
man wohl kaum an einen Protagonisten richten, wodurch von Beginn an Spannung erzeugt wird. Das Buch schafft den Spagat zwischen wissenschaftlichem Science-Fiction-Roman und Buddy-Komödie. Es benötigt keine klassischen Antagonisten oder actionreiche Kämpfe im Weltall. Dafür wartet es mit einem cleveren Protagonisten und seinem neuen außerirdischen Freund auf, die ganz allein versuchen, die Welt zu retten. Dabei zeigen sie Erfindergeist und Kompetenz angesichts einer eigentlich unüberwindbaren Herausforderung und das, ohne den Humor zu verlieren. Aufgrund der ausführlichen wissenschaftlichen Beschreibungen, die jedoch nie trocken wirken, dürfte das Buch zunächst eher typische SciFi-Lesende und Wissenschaftsnerds ansprechen. Durch die humoristische Gestaltung ist es jedoch explizit auch für eine breitere Zielgruppe empfehlenswert und ein Muss für den Büchereibestand.
Agnes Schmidtner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Astronaut
Andy Weir ; aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Wilhelm Heyne Verlag (2026)
554 Seiten : Illustrationen
kt.