Letzte Nacht
Jeff liebt seine Frau Claire und den gemeinsamen Sohn Seth, doch auch für seine Kollegin Tish empfindet er viel. Schnell sind sie sich nahe gekommen, doch sie haben beschlossen, bei ihren Familien zu bleiben. Als Jeff bei einem Verkehrsunfall stirbt,
wird Claire und auch Tish der Boden unter den Füßen weggezogen. Claire muss funktionieren, Seth trösten, sich um Freunde und Familie kümmern, doch ihre eigene Trauer kann sie nicht ausleben. Tish kann nur im Geheimen trauern, denn niemand weiß von ihrer Verbindung zu Jeff. Bei der Beerdigung treffen beide Frauen aufeinander und Claire wird misstrauisch. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, ob Jeff sie betrogen hat, gleichzeitig muss sie sich mit Jeffs Bruder Tim auseinandersetzen, ihrer alten Liebe. Seit vielen Jahren hat sie Tim nicht mehr gesehen, doch jetzt eröffnet er ihr, dass er nie aufgehört hat, sie zu lieben. Schließlich finden beiden Frauen einen Weg, ohne Jeff weiterzuleben. - Das Buch wird abwechselnd aus den Perspektiven von Jeff, Claire und Tish erzählt, viele Rückblenden machen den Roman sehr lebendig und wecken Verständnis für alle Beteiligten. Eine sehr gefühlvolle Geschichte über Liebe, Verantwortung, Schuld und Geheimnisse, die Leserinnen in vielen Büchereien gefallen wird. (Übers.: Marie Rahn)
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Letzte Nacht
Catherine McKenzie
Heyne (2015)
Heyne ; 41870
415 S.
kt.