Die Gesichtslosen
Nach einigen Jahren in Mexiko tritt Carina Kyreleis, deren Spezialgebiet Gesichtsrekonstruktion ist, eine Stelle am Münchner Institut für Rechtsmedizin an. Gleich ihr erster Fall bringt sie selbst in große Gefahr, denn sie kommt einem geisteskranken
Mörder zu nahe, der seinen Opfern das Gesicht nimmt, um es für sich zu behalten. - Ihren Serienauftakt um die engagierte Rechtsmedizinerin hat Fey leider ziemlich überfrachtet: allein im privaten und beruflichen Umfeld gibt es eine solche Fülle von Problemen (übermächtiger Vater und krebskranke Mutter, die sich als Adoptiveltern entpuppen, verantwortungslose allein erziehende Schwester, Intrigen im Kollegenkreis, alte und neue Liebhaber ...), dass der Kriminalfall, der auch noch an die deutsche Geschichte, nämlich die Romeo-Agenten der DDR und den Terroranschlag gegen Bankier Herrhausen, anknüpft, fast in den Hintergrund tritt. Nur bei größerem Bedarf.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Gesichtslosen
Stephanie Frey
Heyne (2011)
Heyne ; 43586
366 S.
kt.