Timpetill

Im Örtchen Timpetill teilen sich die Kinder in zwei Gruppen: diejenigen, die zu der Bande der "Piraten" gehören und solche, die nicht dabei sind. Die Piraten stellen immer wieder Unfug an und eines Tages reißt den Eltern die Geduld und sie beschließen, Timpetill sich einen Tag lang nicht blicken zu lassen. Aber unverhofft geraten sie in Gefangenschaft und können erst drei Tage später zurückkehren. Die Kinder regeln in der Zwischenzeit das Zusammenleben in der Form, in der sie es von den Erwachsenen kennen. Dabei tragen die vernünftigen Kinder, allen voran Thomas und der Ich-Erzähler Manfred, den Sieg über die "Piraten" und ihren Anführer Oskar davon. Sie schaffen es, Strom und Wasser wieder fließen zu lassen, organisieren alles beinahe militärisch in Arbeitsgruppen mit Kommandanten und Adjutanten, einer Schutztruppe und einer Spionageabteilung. Henry Winterfeld erdachte diese Geschichte 1933 für seinen Sohn Thomas und veröffentlichte sie erstmals 1948. An der Sprache der Kinder und an ihrem Verhalten merkt man das deutlich. Dennoch entwickelt sie einiges an Spannung und kann auch für heutige Kinder eine interessante, packende Lektüre darstellen. Das ergänzende Nachwort von Boris Koch erleichtert die Einordnung der Erzählung in die damalige Zeit.

Gabriele Güterbock-Rottkord

Gabriele Güterbock-Rottkord

rezensiert für den Borromäusverein.

Timpetill

Timpetill

Henry Winterfeld
Heyne (2013)

Heyne ; 53440
287 S. : Ill.
kt.

MedienNr.: 376375
ISBN 978-3-453-53440-7
9783453534407
ca. 8,99 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 10
Systematik: K
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