Rechtsruck im Klassenzimmer
Hakenkreuze auf den Schulbänken, Hitlergrüße auf dem Pausenhof in einer Schule in Brandenburg veranlassen die Autorin und den Autor zu einem Brandbrief gegen die Mauer des Schweigens, der zwar rasch mediale Aufmerksamkeit erreicht, aber zu keiner
positiven Reaktion von Schulleitung, Landespolitik und Eltern führt. Die Autoren berichten von persönlichen Angriffen und der erfreulichen Reaktion der Bundespolitiker, machen sich Gedanken über die ethische Verantwortung der Medien und skizzieren den Sog der rechten Ideologie in den sozialen Medien, der vor allem bei männlichen Jugendlichen verfängt. Ihre praktischen Ideen, den rechten Vorfällen entsprechend entgegenzutreten, den Demokratiegedanken mit Aktionen in den Schulen zu vertiefen, werden ergänzt durch ein Interview mit Christian Müller (CSD Cottbus) über die rechtsmotivierte Queerfeindlichkeit. – Für betroffene Schulen und Eltern ein wichtiges Buch.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Rechtsruck im Klassenzimmer
Laura Nickel, Max Teske
Wilhelm Heyne Verlag (2026)
223 Seiten
kt.