Schneetreiben
Ein erst vor Kurzem als "Todesengel" aus dem Gefängnis entlassener Altenpfleger wird in der Nähe einer Seniorenresidenz ermordet. Wenig später stirbt eine demente Bewohnerin nach einem Sturz. Winni Heller arbeitet undercover in der Einrichtung und
stößt auf einen Zusammenhang mit einem Geheimbund, in dem sich hochrangige Mitglieder der Gesellschaft, auch Juristen und Polizisten, zusammengefunden haben. Auch der frühere Chef und Mentor Verhoevens scheint dazugehört zu haben. Den Lesern wird parallel ein Rückblick auf ein Verbrechen im Jahre 1953 gegeben, das mit den aktuellen Ereignissen in Verbindung steht. Die dichte Krimihandlung mit Schwerpunkt auf Winni Heller (Verhoeven steht noch unter dem Eindruck eines Überfalls auf seine Familie) ist spannend und gut geschrieben. Die Hauptpersonen haben sich seit dem letzten Band weiterentwickelt. Fans warten zu Recht auf weitere Titel. Allen Büchereien gerne empfohlen.
Michael Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
Schneetreiben
Silvia Roth
Hoffmann und Campe (2013)
510 S.
fest geb.