Mitternachtsweg
Auch lange nach seiner Pensionierung verfasst Peter Maydell noch immer Artikel für die Lübecker Zeitung. Diesmal erwartet ihn in der Redaktion ein Manuskript von Johannes Kielland, eines eigenartigen jungen Mannes mit einem Faible für Gruselgeschichten.
Dieses Mal jedoch steckt er selbst mittendrin, denn aus der Vergangeheit ist eine Frau wiedergekehrt, die 1939 bei einer Wattwanderung mit ihrem Geliebten auf dem Sylter Mitternachtsweg ertrank. Nun führt sie selbst junge Männer in den Tod. Auch Johannes Kiellenad kann sich ihrem unheilvollen Zauber nicht länger erwehren. - Bestimmt ist es nicht das Beste von Leberts Bücher, aber die gelungene Sprache und die Spannung ziehen den Leser unweigerlich in seinen Bann und jagen ihm den ein und anderen wohligen Schauer über den Rücken. Schade nur das Ende, das zu vorhersehbar ist. Trotzdem: Eine empfehlenswerte Lektüre!
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Mitternachtsweg
Benjamin Lebert
Hoffmann und Campe (2014)
236 S.
fest geb.