Der kulinarische Atlas
In zahlreichen Kapiteln wird man beim Lesen in die Eigenarten der verschiedensten kulinarischen Regionen der Welt eingeführt. Die einzelnen Kapitel folgen dabei stets dem dreigeteilten Aufbau "(Ess-/Koch-) Kulturgeschichtliches - Grundzutaten - typische
Rezepte". Gut ein Drittel des Buches nehmen hierbei die europäischen Küchen in Anspruch - allerdings unter völliger Nichtbeachtung des deutschsprachigen Raums, warum auch immer. Von diesem Manko abgesehen sind die Geschichten zur Geschichte des Essens in den Regionen kurzweilig und kenntnisreich. Dabei rücken die (wenn auch gut beschriebenen) Rezepte schon allein wegen der fehlenden Illustrationen eher in den Hintergrund. - Für Büchereien ist dieser besondere Titel wohl nur bedingt in sehr großen Beständen interessant, für den privaten Erwerb jedoch und als Geschenk für Hobbyköche mit bibliophiler Ader ist er sehr reizvoll.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Der kulinarische Atlas
Mina Holland
Atlantik (2014)
415 S. : Ill., Kt.
fest geb.