Der Atem der Welt
Mitte des 19. Jahrhunderts in London: In den Docklands stinkt die Armut im wörtlichen Sinne zum Himmel. Hier wächst Jaffy Brown auf. Eine Begegnung mit einem entlaufenen Tiger weckt seine Träume nach einer intakten und abenteuerlichen Welt. Zusammen
mit seinem Freund Tim heuert er auf einem Walfänger an. Angesichts der Weite des Meeres und der Erlebnisse in der exotischen Welt stellen sich ihm viele grundsätzliche Fragen, nach Lebensart, dem Sinn des Lebens, dem Tod. Sie werden in kleinen Gesprächen zwischen den Freunden und neuen Bekannten diskutiert, als selbstverständlicher Teil einer spannenden Erzählung des Erwachsenwerdens angesichts der Faszination durch das Meer. - Sozusagen ein historisch-philosophischer Roman, der lesenswert und im guten Sinne liebenswert ist. Allen Beständen empfohlen. (Übers.: Christel Dormagen)
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Atem der Welt
Carol Birch
Insel-Verl. (2012)
393 S.
fest geb.