Männer wie Männer, Frauen wie Frauen

Die 18-jährige Leena ist schwanger von einem Mann, den sie noch nicht lange kennt. Es war das erste Mal für sie, den Akt bekam sie gar nicht wirklich mit, war wie betäubt. So ist das also, denkt sie lakonisch, jetzt bin ich eine Frau. Der Mann ist Männer wie Männer, Frauen wie Frauen verheiratet, fast doppelt so alt wie sie und hat Kinder. Sie treffen sich öfter, schlafen miteinander, verlieben sich. Obwohl der Mann Schluss machen möchte, kann er nicht widerstehen, kann nicht von Leena lassen. Als er die Arbeitsstelle wechseln muss, trennen sie sich. Als Leena merkt, dass sie schwanger ist, schreibt sie ihm. Er ist genauso ratlos und hilflos wie sie, zieht sogar eine Trennung von seiner Frau in Betracht. Leena fühlt sich überfordert. Als ihre Familie die Schwangerschaft bemerkt, erfährt sie keine Unterstützung und wird beschimpft. Aber Leena reift mit der Schwangerschaft, wird selbstbewusster und sucht sich eine Stelle in der Stadt, um selbständig ihr Leben zu meistern. - Ein dichter Roman, geschrieben in einem inneren Monolog der jungen Frau, in Finnland 1959 erstmals erschienen. Die Sprache lässt nur Nähe zur Hauptfigur Leena zu. Alle anderen Figuren werden nicht namentlich genannt. Dadurch sieht sich der Leser in der Rolle eines distanzierten Beobachters. Für ausgebaute Bestände. (Übers.: Elina Kritzokat)

Christiane Kühr

Christiane Kühr

rezensiert für den Borromäusverein.

Männer wie Männer, Frauen wie Frauen

Männer wie Männer, Frauen wie Frauen

Marja-Liisa Vartio
Insel-Verl. (2014)

267 S.
fest geb.

MedienNr.: 397489
ISBN 978-3-458-17598-8
9783458175988
ca. 22,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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