Zeiten der Hoffnung

Berlin, kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges. Wilhelm von Schwemer lebt mit seiner Familie, dem Vater Freiherr Richard von Schwemer, der Oberster Kolonialbeamter des Reiches ist, seiner französischen Mutter Helène, der Schwester Elisabeth und zwei Zeiten der Hoffnung kleinen Brüdern in einer hochherrschaftlichen Villa in Berlin. Er ist Husar des 4. Kaiserlichen Reiterregiments und gefangen in seinem ausgeprägten Pflichtbewusstsein und den Konventionen seiner Zeit. Verlobt ist er mit der Tochter des besten Geschäftsfreundes seines Vaters, Charlotte von Doering. Aber verliebt ist er in Adèle, die er schon seit Kindertagen von seinen Ferienaufenthalten in der Heimat seiner Mutter kennt. Adèle unterstützt ihren Vater, den Verwalter des Weingutes von Helènes Familie im Widerstand gegen die deutschen Besatzer. Die Zeit ist geprägt von Hassgefühlen zwischen Deutschen und Franzosen, von Vorbereitungen auf einen unausweichlich scheinenden Krieg, aber auch von Arbeiteraufständen und Emanzipationsbestrebungen der Frauen. Als der Krieg tatsächlich beginnt, verändert er nicht nur das Leben von Millionen Soldaten sondern auch das der Familie von Schwemer. Detailliert schildert der Autor das Leben der damaligen Zeit, die Gefühle seiner Protagonisten, die Schrecken des Weltkriegs und verbindet das Ganze mit einer unkonventionellen Liebesgeschichte, die die Hoffnung auf andere, bessere Zeiten begründet. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle historisch interessierten Leserinnen und Leser.

Gabriele Güterbock-Rottkord

Gabriele Güterbock-Rottkord

rezensiert für den Borromäusverein.

Zeiten der Hoffnung

Zeiten der Hoffnung

Karsten Flohr
Insel-Verl. (2012)

Insel-Taschenbuch ; 4146
365 S.
kt.

MedienNr.: 571000
ISBN 978-3-458-35846-6
9783458358466
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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