Das Erbe der Madame Dupont
Der neue Job ihres Mannes zwingt Helen, nach Lyon umzuziehen. Ihr fällt es schwer, sich dort einzuleben, zumal ihre Schwiegermutter zur Unterstützung herbeieilt und alles noch schlimmer macht. Zum Glück lernt Helen ihre Nachbarin Madame Dupont kennen
und schätzen. Auch kann sie im Restaurant von Madame Duponts Neffen Maurice und Paul einen Kochkurs machen. Maurice scheint dabei sehr viel für sie zu empfinden. Parallel wird die Geschichte eines kleinen Jungen erzählt, dessen Vater die Mutter schlägt und vergewaltigt. Der Versuch des Jungen, seine Mutter zu beschützen, scheitert allerdings. - Die Geschichte des kleinen Jungen ist emotional und mitreißend, dem aufmerksamen Leser wird allerdings früh klar, dass es sich dabei um Maurice handelt. Die Idee des Buchs, dass Maurice aus dieser Spirale der Gewalt nicht mehr ausbrechen kann, ist durchaus spannend. Trotzdem bleibt die Haupthandlung zu sehr an der Oberfläche, verstrickt sich in zu viele Details. Ein Krimi für Zwischendurch.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Erbe der Madame Dupont
Iris Hammers
Insel-Verl. (2015)
Insel-Taschenbuch ; 4353
293 S.
kt.