Septembermeer
Im Sturm landen Svea und Daniel auf einer kleinen Insel in der Ostsee, um dort eine Buchhandlung zu eröffnen und neu durchzustarten. Ihre Beziehung hält das nicht aus, Svea zieht aus und beginnt eine Affäre mit Sine, die jedoch auch nicht von Dauer
ist. Daniel entdeckt seine Liebe zur Fotografie und tritt das Erbe der hochbetagten Fotografin Elsbeth an. Hanno und Julia haben Probleme mit ihren heranwachsenden Kindern. Julias Freundin Jeannette versucht, ihre Krebserkrankung vor ihren Freunden zu verbergen und vertraut sich dann doch einem Mann an, der ganz unvermutet zu ihrem festen Halt wird. Eine Entführung erschüttert das Leben aller Inselbewohner und danach ist das Leben für einige Menschen anders als zuvor. - Ausstattung und Klappentext führen in die Irre. Der Roman, der einige Geschichten aus Jaskullas Debütroman "Ostseeliebe" weitererzählt, ist keine leichte Sommerlektüre, eher eine Sammlung von Personenstudien. Eine Beschränkung auf weniger Erzählstränge hätte dem Buch gutgetan, dennoch einsetzbar, vor allem für Leserinnen, die das Meer lieben.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Septembermeer
Gabriela Jaskulla
Insel-Verl. (2016)
Insel-Taschenbuch ; 4450
458 S.
kt.