Den Tod überleben
Der Tod seiner Frau veranlasst den Philosophen, sich mit vielen Fragen über den Tod und das Danach zu beschäftigen. Er reflektiert vom Ende her über Glück, Liebe, Akzeptanz des Todes und die Kunst des Sterbens und erläutert die Phasen im Umgang
mit dem Tod, die von Verzweiflung über Gewöhnung und magische Momente zur Diesseitigkeit führen, z.B durch die Pflege des Grabes. Die Diskussion um die Wirklichkeit des Todes bewegt ihn zu der Überlegung, dass Energie nicht vergeht und zu der Frage nach den verschiedenen Formen der Unsterblichkeit und ob es ein neues Dasein gibt. Weitere Ausführungen gelten der Freiheit zum Tod und den Möglichkeiten des Tröstens. Das Büchlein mit der posthumen Liebeserklärung an die verstorbene Frau am Schluss ist eine individuelle, philosophisch geprägte Sicht auf den Tod und das Weiterleben.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Den Tod überleben
Wilhelm Schmid
Insel Verlag (2024)
141 Seiten
fest geb.