Macht Musik!
Von der Geburt bis ins hohe Alter prägt Musik die Entwicklung, Psyche und Gesundheit der Menschen. Schon im Mutterleib reagieren Babys auf bestimmte Melodien. Beim gemeinsamen Musizieren und Singen in der Schule oder im Verein entsteht kaum Mobbing,
die Leistungen lassen sich unter Umständen sogar steigern. In der emotional intensivsten Phase, der Pubertät, sind große Gefühle wie erste Liebe, Weltschmerz und Freiheit mit Musik verbunden. Der Musikgeschmack ist wie eine Visitenkarte, um Gleichgesinnte zu finden. Selbst Rap oder Heavy Metal helfen, aufgestaute Aggressionen und Frust abzubauen. Dr. Pop gibt Musiktipps für alle möglichen Alltagssituationen, sei es für Geburtstage, Partys, Weihnachten, Hochzeit und sogar Scheidung. Gegen Einsamkeit und Depressionen bekommt man in England sogar Tanzkurse auf Kassenrezept verschrieben. Humorvolle Passagen des Buches: Wer im Alter noch Bach auf dem Klavier fehlerfrei spielt, kann besser einparken. Opernarien aus dem 18./19. Jahrhundert (vergleichbar mit heutigen Popkonzerten oder Festivals) dienen als Ventil für tiefsitzenden, angestaute Emotionen. – Mr. Pop (alias Markus Henrik), Musikwissenschaftler und Kabarettist, verknüpft wissenschaftliche Erkenntnisse augenzwinkernd mit Alltagssituationen und erstellt Playlists für jede Lebensphase.
Berthold Schäffner
rezensiert für den Borromäusverein.
Macht Musik!
Dr. Pop
Kiepenheuer & Witsch (2026)
323 Seiten
fest geb.