Morbidly yours
Callum liebt die Arbeit als Bestatter im familieneigenen Bestattungsunternehmen. Er hält sich aufgrund seines Stotterns lieber von Leuten fern und arbeitet gerne mit den stummen Toten. Doch im Testament seines vor Kurzem verstorbenen Onkels gibt es
eine Bedingung, die ihm zu schaffen mach: Bis zu seinem 35. Geburtstag muss er heiraten, sonst erbt nicht er das Bestattungsunternehmen, sondern sein Vater, der es möglichst gewinnbringend verkaufen will. Dieser Geburtstag steht kurz bevor. Verzweifelt beschäftigt er sich mit Dating-Apps, als er die neue Nachbarin Lark kennenlernt. Lark ist nach dem Tod ihres Ehemannes nach Irland geflüchtet. Sie hat einen Auftrag auf Zeit bei eine Animationsfilmfirma angenommen, möglichst weit weg von ihrem Zuhause in Übersee. Hier möchte sie fernab von allen Freunden und Verwandten ihre Wunden lecken, fühlt sie sich doch schuldig am Unfalltod ihres Mannes. Außerdem hasst sie Friedhöfe, seit sie denken kann. Callum und Lark verstehen sich auf Anhieb. – Eine Liebesgeschichte mit viel schwarzem Humor und Happy End. Doch bis dahin ist es ein langer Weg. Callum öffnet sich immer mehr und legt im Laufe der Geschichte seine soziale Phobie fast ab. Lark kämpft mit ihren Schuldgefühlen. Dank Callum findet sie ihre Lebensfreude zurück. Das Buch ist flüssig zu lesen, die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Callum und Lark geschrieben. Die beiden Charaktere entwickeln sich gemeinsam weiter und helfen sich gegenseitig, ihre Probleme zu überwinden. Für alle Büchereien zu empfehlen.
Melanie Bremer
rezensiert für den Borromäusverein.
Morbidly yours
Ivy Fairbanks ; aus dem Englischen von Pauline Kurbasik und [einem weiteren]
kiwi sphere (2025)
435 Seiten
kt.