Lichter setzen über grellem Grund
Elisabeth Vigée, deren Vater Pastellmaler war, beginnt nach seinem Tod als 12-Jährige in dessen Atelier zu malen. Als der Seemaler Vernet bei einem Besuch bei ihrer Familie Elisabeths Bilder entdeckt, sorgt er dafür, dass sie eine fundierte Malerei-Ausbildung
erhält. Vigée macht eine steile Karriere als Porträtmalerin, die sie bis an den französischen Hof bringt, wo sie u.a. die Königin Marie Antoinette mehrmals porträtiert. Doch gerade diese Porträts werden ihr während der beginnenden Französischen Revolution zum Verhängnis. Die inzwischen mit dem Kunsthändler Lebrun Verheiratete flüchtet mit ihrer Tochter nach Italien und Russland, wo sie mit offenen Armen empfangen und weit über Frankreichs Grenzen hinaus berühmt wird. - Feyl zeichnet Vigée-Lebrun als eine einfühlsame, emanzipierte und mutige Frau. Ein historischer Roman mit einer spannenden Handlung und realistisch gezeichneten Figuren. Der zeitgeschichtliche Hintergrund dient der Autorin nicht nur als oberflächliche Staffage, sondern als ernstzunehmender Teil der Handlung. Beste Empfehlung.
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Lichter setzen über grellem Grund
Renate Feyl
Kiepenheuer & Witsch (2011)
461 S.
fest geb.