Sirus

Levi ist ein Foxterrier jüdischer Abstammung. Obwohl er auf den Namen "Sirius" umgetauft wird, muss er mit seiner Familie 1938 von Berlin nach Amerika emigrieren. Hier lernt er die berühmtesten Schauspieler Hollywoods kennen, wird selbst als "Hercules" Sirus zum Filmstar. Doch als er einen Zirkus begleitet, wird er vertauscht und landet erneut in Berlin. Hitler schließt ihn ins Herz und lässt ihn kaum von seiner Seite. Doch Sirius bleibt sich treu, beginnt zu spionieren und teilt sich mit Hilfe von Klavierspiel einem Kreis von Untergrundkämpfern mit. Erst nach Hitlers Freitod kehrt Sirius nach Hollywood zurück. - Hitlers Hundebegeisterung wurde schon mehrfach zum Anlass eines Buches, auch aus Sicht seiner Hündin Blondi. "Sirius" dagegen ist leicht und humorvoll, mit einem Augenzwinkern verfasst. Für besondere Lesefreude sorgen die schöne Sprache und die überraschenden Wendungen. Obwohl es nicht an Tiefsinn mangelt, bleibt jedoch die Frage, ob die Geschehnisse der damaligen Zeit nicht zu leichtherzig abgehandelt werden. Das Buch ist deshalb nur mit etwas Vorsicht zu empfehlen.

Tina Schröder

Tina Schröder

rezensiert für den Borromäusverein.

Sirus

Sirus

Jonathan Crown
Kiepenheuer & Witsch (2014)

287 S.
fest geb.

MedienNr.: 578135
ISBN 978-3-462-04678-6
9783462046786
ca. 18,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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