Das Affenhaus
Der Journalist John Thigpen hat Gelegenheit, intensive Einblicke in ein Forschungsprojekt mit Menschenaffen zu nehmen und sich mit den Bonobos mittels der Gebärdensprache ASL zu unterhalten. Ein Anschlag auf das Forschungslabor verändert das Leben
des Journalisten und der engagierten Wissenschaftlerin Isabel. Sie, schwer verletzt, setzt dennoch alles daran, "ihre" Bonobos, die von einem Porno-Medienmogul wegen ihrer ungehemmten Sexualität in einer Art Big-Brother-Sendung zur Schau gestellt werden, zu befreien. Er, von dem Projekt fasziniert und berührt, als Journalist durch Intrigen zunächst kaltgestellt und durch allerlei private Probleme belastet, kann schließlich mit Isabel zur Aufdeckung eines perfiden Komplotts beitragen. Dabei helfen verschiedene gesellschaftliche Randfiguren (Hacker, Prostituierte). - Sara Gruen, die bereits in anderen Romanen leidenschaftlich für tierwürdiges Verhalten kämpft (ihr Buch "Wasser für die Elefanten", s. BP 08/346, kommt im April 2011 in die deutschen Kinos), hat auch hier ein Buch geschrieben, das dokumentarische Anteile hat (vgl. Nachwort), zum Nachdenken anregt über Menschlichkeit, über gesellschaftliche Entwicklungen und dabei dennoch bestens unterhält.. Breit empfohlen. (Übers.: Margarete Längsfeld u. Sabine Maier-Längsfeld)
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Affenhaus
Sara Gruen
Kindler (2011)
408 S.
fest geb.
Auszeichnung: Roman des Monats