Muh!
Als ein ostfriesischer Bauer seinen Hof aufgeben muss, und alle Tiere geschlachtet werden sollen, macht sich die Kuh Lolle mit einigen Leidensgenossen davon, um diesem Schicksal zu entgehen. Auf den Rat und mit Hilfe des italienischen Katers Giacomo
wollen sie Indien erreichen, weil dort - wie der weitgereiste Kater weiß - die Menschen die Kühe verehren, statt sie zu verspeisen. - Um es gleich vorweg mit der radebrechenden Wortwahl Giacomos zu sagen, der Figur, die dem Autor vielleicht noch am besten gelungen ist: 'Diese Roman iste schrecklich langeweile. Da komme keine Lache!' Die Tiere sind natürlich vermenschlicht, da gibt es Freundschaft, Liebe und Sex, aber auch Intrigen, Neid, Untreue und Eifersucht. Was jedoch in Safiers Roman 'Mieses Karma' witzig und skurril war, gelingt hier nicht in gleicher Weise. Die Abenteuer, die die Tiere erleben, sind wenig spannend, was humorvoll gemeint ist, wirkt eher albern, oft auch banal und geschmacklos. Fazit: 'Muh' ist genau so mau wie der kindische Titel und lohnt die Anschaffung nicht.
Ulrike Braeckevelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Muh!
David Safier
Kindler (2012)
329 S. : Ill., Kt.
fest geb.