Schöne Tage in Weimar
Als Schüler des Bildhauers Rauch begegnet Ernst Rietschel 1829 dem Geheimrat Goethe und ist von seiner unprätentiösen Art beeindruckt. Daran erinnert sich Rietschel, als ihm Jahre später Rauch einen großen Auftrag überlässt: das Goethe-Schiller-Denkmal
in Weimar. Schnell wird Rietschel zum Spielball von Denkmalkomitee, König und Neu-Weimar-Verein. Zu allem Übel suchen ihn nachts regelmäßig Goethe und Schiller heim, die ihn an seinem Verstand zweifeln lassen. Zum Glück hat Rietschel gute Freunde, seine Kinder und seine geliebte Frau Friederike, die ihm treu zur Seite stehen. - Autorin und Rietschel-Nachfahrin Susanne Falk hat Dialoge und Handlungen der Gegenwart angepasst und stellt eine stimmige und gute Geschichte über Daten und Fakten. Doch der wahre Kern bleibt erhalten und im Verlauf des Buchs lernt man, den Humor und das Spiel der Figuren sehr zu schätzen. Ein Buch, das einen zukünftig das Goethe-Schiller-Denkmal mit anderen Augen sehen lässt. Sehr zu empfehlen.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Schöne Tage in Weimar
Susanne Falk
Kindler (2013)
316 S.
fest geb.