Die Liebe der Kurtisane
Lucrezia ist eine der erfolgreichsten Kurtisanen Roms. Selbst Papst Paul III. bezeugt seinen Respekt und der Kaiser verbringt eine Nacht mit ihr. Der 14-jährige Alessandro Farnese, Kardinal und Enkel des Papstes, liebt Lucretia abgöttisch und sie
träumen von einem gemeinsamen Leben. Doch es ist eine schwierige Zeit, die Familie Carafa gewinnt an Macht und Einfluss. Intrigen nehmen zu, die freie Liebe wird verboten. Schließlich tötet einer der Carafa-Brüder Lucrezias Sohn. Fortan treibt sie der Wunsch nach Rache an. Doch dabei bringt sie sich selbst in Lebensgefahr. - Geschickt verknüpft Frederik Berger Fakten und Fiktion miteinander und gibt so einen spannenden Einblick in die damalige Zeit. Leider fehlt jedoch ein durchgängiger Spannungsbogen. Oft fällt es schwer, sich in Lucrezia hineinzuversetzen, die nur von ihren schnell wechselnden Gefühlen angetrieben zu sein scheint. Bestimmt wird das Buch seine Leserinnen finden, es begeistert jedoch nicht so wie vorherige Werke Bergers. Schade. - Nur bei großem Bedarf an historischen Romanen empfohlen.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Liebe der Kurtisane
Frederik Berger
Kindler (2013)
509 S.
fest geb.