Scham
Der Journalist Matthias Kreienbrink beschäftigt sich in diesem Buch mit der Scham, einem menschlichen Grundgefühl, das die Gesellschaft und das menschliche Leben prägt. Er fragt, warum die Scham so viel Macht hat in einer Gesellschaft, in der eigentlich
(fast) alles erlaubt ist. Dabei bezieht er die eigene „Schambiografie“ ein und zeigt Mechanismen, Auswirkungen und Wege aus der Scham heraus. Einzelne Lebensbereiche anschauend fragt er, ob Scham abseits von destruktivem Bloßstellen, Demütigung, um Macht auszuüben, positive Seiten habe. Sprachphilosophische, sozial-/neurowissenschaftliche Aspekte, Körperwahrnehmung bieten einen offenen Zugang, sich mit dem bekannten unangenehmen Gefühl zu beschäftigen. Ab mittleren Beständen empfohlen.
Karola Bartel
rezensiert für den Borromäusverein.
Scham
Matthias Kreienbrink
Kösel (2025)
221 Seiten
fest geb.