Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd
Die Begegnungen mit einem Maulwurf, einem Fuchs und einem Pferd werden für einen Jungen zur tiefgreifenden Erfahrung. Er trifft sie in einer winterlichen Landschaft, offenbar hat er sich verlaufen. Sie begleiten ihn und durch ihr Wohlwollen ihm gegenüber
werden ihm Schutz und Hoffnung zu Teil. Dieses Kinderbuch basiert auf einem Animationsfilm, der sich wiederum auf eine Erzählung stützt. Dass der Autor auch ein begnadeter Zeichner und Kolorist ist, sieht man den Seiten an, denn visuell wird man förmlich in die Geschichte hineingezogen. Die weiten Landschaftspanoramen sind von Schönheit und Einsamkeit geprägt und sie bauen ein Stimmungsbild auf, das dem Erleben des schutzlosen Kindes entspricht. Die Dialoge zwischen ihm und dem Maulwurf pendeln zwischen tiefgründigen Lebensweisheiten und banalem Nonsens – man mag sich an die Erzählung des "Kleinen Prinzen" erinnert fühlen. Hier ist alles stimmig: die Gestaltung setzt (auch mit der originellen Schrift) auf das schöne Bild, die Bilder vermitteln zusammen mit den dialogreichen Texten ihre Botschaft: wahre Freunde halten auch in scheinbar ausweglosen Situationen zusammen.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd
Charlie Mackesy ; aus dem Englischen von Susanne Goga-Klinkenberg
List (2022)
[unpaginiert] : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9